Freitag, 18. August 2006

Sonne auf der Nase

Hmm. Da sitze ich nun an meinem Schreibtisch im Büro und muss gestehen, ich habe gerade gar keine Lust, der Arbeit vor mir Herr zu werden.
Schließlich scheint die Sonne durchs Fenster und mir über den Monitor hinweg ins Gesicht. Und wie lange das noch so sein wird, wer kann es sagen?.

Na ja. Eigentlich kann es jeder sagen. Genau um zwölf, wenn ich meine vierzig Stunden voll habe und gehen will, wird sich vor mir die Sintflut abspielen. Alte Männer werden Holzschiffe zimmern und Tiere werden sich geschlechtsgemischt paarweise neben der jeweiligen Baustelle einfinden. So ein Tag wird das werden. Und da frage mich noch einer, warum ich denn wohl keine Lust habe!


Aber immerhin: Ab zwölf ist ja auch Wochenende. Vielleicht vertreibe ich mir die Zeit oder vielleicht vertreibt sie mich ... in die nächste Woche. Ein ewiger Kampf. B. versüßte mir diese Aussicht noch im Bade mit der Ansage: „Ich habe soooo eine lange ‚To-Do’-Liste für uns für Samstag!“ Na gut. Es gibt nichts, was wir nicht ignorieren könnten.

Ich schiebe schon seit drei Wochen vor mir her, dass ich im Garten eine Ausgrabung machen will, um einen mutmaßlichen Brunnen wiederzufinden.


Und hier das Stöckchen, das ich ganz hochoffiziell Yester, Medienjunkie und SirParker zuwerfe:

Was schiebt ihr schon seit mehr als drei Wochen vor Euch her?

Dienstag, 15. August 2006

Gelesen und nachgedacht: Anschauungen

Viele junge Leute ereifern sich heute über Anschauungen, die sie in zwanzig Jahren haben werden...

(Jean-Paul Sartre, 1905 - 1980, frz. Philosoph u. Schriftsteller, hat 1964 den Nobelpreis für Literatur abgelehnt)

Montag, 14. August 2006

Blauer Brief

Nun habe ich die Faxen dick.
Trotz dreimaligen Umziehens hat die Citibank mal wieder irgendwo meine neue Adresse eingekauft und ich werde erneut turnusmäßig mit diesen ach-so-persönlichen Briefen zugeworfen: „Wir haben 4600 € als Sofortkredit für Sie bereitgestellt.“
Sehe ich etwa bedürftig aus?
Warum sollte ich Geld von denen wollen?
Noch dazu bei solchen Zinsen (4.25%mitSternchendaseigentlichheisstichkannverdoppeln).
Und überhaupt: Warum variiert die Summe ständig irgendwo zwischen 4000 und 5000 €. Hat irgendjemand mittels Horoskop und Biorhythmusrechner ermittelt, dass ich zur jeweiligen Zeit diesen Betrag brauche, damit das Chi frei fließt und mein innerer Drache glücklich ist? Seis’ drum!

Ich glaube, ich setze demnächst eine meiner kruden Ideen um und drehe den Spieß um!
Somit würde die Citibank-Privatkundenzentrale dann turnusmäßig ein ungefähr so formuliertes Schreiben in einem Design, das ihrem eigenen möglichst ähnelt, erreichen:

Sehr geehrte Citibank,



Ich habe mich für Sie als Sofort-Referenzkunde bereitgestellt!



Die Vorteile:

- Erheblicher Prestigegewinn durch Publikmachung meiner Kundschaft bei Ihnen,

- Einsparungen für künftig entfallende Werbemaßnahmen, da ich ja Kunde bin,

- Multiplikatoreffekt durch Bekanntmachung meiner Referenzkundschaft auf meiner einschlägigen Internet-Präsenz derdickemann.blogspot.com

- Ehrenwortbasierte Verpflichtung, Ihre Bank mindestens einmal täglich einem Gesprächspartner gegenüber lobend zu erwähnen (beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, von günstigen Multilob-Konditionen Gebrauch zu machen).


- Einsparungen im Privatkundenmanagement durch entfallende Kosten für die Kontoführung, da ich eine tatsächliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Citibank nicht beabsichtige.




Günstige Konditionen:

- 4,25% effektive Jahreszins*

- garantierte Zinsstabilität durch festgelegte Berechnungsbasis bis 2014

- steuerliche Vorteile bei der Absetzung als Werbungskosten

- einfache jährliche Kündigungsmöglichkeit


Um mich sofort als Kunde in Anspruch nehmen zu können brauchen Sie sich lediglich mit mir unter der o.g. Adresse oder der folgenden, kostenfreien Service-Email-Adresse in Verbindung zu setzen: .



Mit freundlichen Grüßen



Ihr derdickemann


* Der an mich abzuführende Zinssatz als Anteil v.H., orientiert sich an meinem derzeitigen Bruttojahreseinkommen als Berechnungsbasis .

Der Spass wäre mir durchaus mal fünfzig Euro wert. Vielleicht beißen Sie an?.

Donnerstag, 10. August 2006

Stück Holz im Tiefflug

Heute morgen passierte mich ein Stöckchen im Tiefflug und reflexbetont wie ich bin, sprang ich hoch und fischte es aus der Luft.

Warum bloggst Du?

Weil B. meine Ansichten schon kennt, sich beschwert, sich über die Wiederholungen beschwert und ich denke, jeder sollte das Glück haben...
Für den Weltfrieden.

Seit wann bloggst Du?

Seit April 2006

Selbstportrait?

Ein Schnacker vor dem Herren mit einem zu großen Sendungsbewusstsein. Ich denke ich bin aus einem Grund hier. Nämlich um die Frage nach dem Grund meines Hierseins zu ignorieren und mich ganz dem Genuss des Lebens zu widmen.

Warum lesen deine Leser Dein Blog?

Vermutlich morbide Neugier? Vielleicht gefällt ihnen auch, was sie sehen ... aber ich verliere mich schon wieder in Wunschdenken. Mag nicht jeder die Vorstellung, dass etwas von ihm Erschaffenes anderen gefällt? (Ich vermute immer noch, das das ein Hauptgrund für die Zeugung von Kindern...)

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

"Kaltsprech". Der Post war komischerweise ein Bringer und gut für 3000 Zugriffe. Der “derdickemann“ hat mich noch mehr fasziniert. Woher kennen die mich? Alles aus mit der Anonymität!.

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Ich denke, der Post Nachtgedanken ging zu Unrecht unter, was natürlich zum Großteil daran lag, dass zu diesem Zeitpunkt die Netzgemeinde noch in völliger Unkenntnis meines Schaffensdranges lebte.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Eindeutig Slippery when wet ! Wenn ich eine Frau gerne mal im richtigen Leben kennenlernen möchte – und sei es auch nur, um Ihre positiven Illusionen von mir zu zerstören – dann um Himmels Willen nicht diese – die mag ich schliesslich. Ansonsten fällt mir immer wieder auf, dass der amüsante Blog des Herrn Spiegelei unverständlicherweise von sträflich wenigen Lesern beachtet wird.

Ich glaube es gäbe noch viele mehr, die es wert sind Beachtung zu finden, aber verdammt ich kann doch nicht meine ganze Linkliste hier beschreiben und schliesslich warum sollte denn jeder von einem Pseudopromi wie mir gelobt werden?.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Hmmm ich war zum Mitspülen im Waschsalon ...

Mittwoch, 9. August 2006

The Return of da Dickemann

Nachdem ich just mal wieder an die Tastatur zurückgekehrt bin, will diese kleine Anekdote von der letzten Geburtstagsparty nicht vorenthalten werden:

Ort des Geschehens ist das recht rustikale Vereinsheim eines Kleingärtnervereins (inklusive Panoramatapete im Robin-Hood-Gedächtnis-Wald-Look).

Zwecks Absolvierens einer gemeinsamen Geburtstagsparty kommen zwei Familien zusammen.(Das kann ja schon von vorne herein nicht gutgehen).

Die eine Familie hat einen leicht russischen Einschlag, was den erhöhten Vodka-Konsum auf jener Seite - eine wirklich Durchmischung der Gäste lässt sich den ganzen Abend lang nicht erreichen - erklären dürfte.

Ein harter Kern der anderen Seite - auf der ich auch sitze - hat sich zum gepflegten Kritikgespräch zusammengefunden. Mit anderen Worten: Lästern! Schließlich wähnt man nur sich und seine eigene Seite der Party als Krone der Schöpfung, die richtig einzuschätzen weiss a) wie so eine Party zu laufen hat, b) welche Musikauswahl zu treffen ist und c) wer einzuladen gewesen wäre und wer besser nicht.

Die Überzeugungskraft der hierzu gruppenintern vorgetragenen Argumente steigt indes direkt proportional zur Menge der eingenommenen Gerstenkaltschalen.

Besonders beispielgebend für die mangelhafte Gästeauswahl der anderen Seite erschien uns dieses merkwürdige Subjekt, von dem niemand so genau wusste, ob es sich bei ihm um einen entfernten Zweitcousin des Gastgebers der Gegenseite handelt oder ob er einfach nur mal betrunken eine Party gatecrashen wollte.

Das männliche Subjekt erscheint mit seinen knapp über 18 Jahren in den typischen straßen-glaubwürdigkeits (eng.: street-credibility)- Freizeitlook gewandet, mit einer schräg sitzenden Baseballmütze (eng.: basecap), einem "I wear a Desert Eagle - wanna solve your prob?" - Freizeithemd (eng.:shirt), diversem Goldschmuck (eng.: bling-bling) und schlecht verschnürtem Sportschuhwerk (eng.:sneakers). Als Accessoire zu werten ist hierbei seine maximalgeschminkte Lebensabschnittsgefährtin, die durch Bauchfreiheit wettzumachen versucht, was ihre Kleidung an Qualität zu wünschen übrig lässt (eng.: bitch).

Die Namensgebung unserer Gruppe für diese Teilnehmer ist somit naheliegend: "Homie and his bitch!".

Der Unterhaltungswert der Party steigt für unser Grüppchen nach dem Erscheinen dieses - zweifelsohne als Showeinlage angeheuerten - Paares steil an. Sneakt doch "Homie" immer ganz lässig mit halb geschlossenen Augen und mit einer Hand in der Hosentasche herum. Dies könnte nun zwei Gründe haben. Loser Sack oder lose Hose. In Anbetracht der Beulenhose mit Kniekehlenpotential (eng.: baggypants) wohl eher Letzteres.
"his Bitch" darf sich - derweil vor der Panoramatapete geparkt - mit einem Longdrink in der Hand gelangweilt geben.

Doch dies auch nur, bis "Homie" - nach einigen Vodka - seine Aufmerksamkeit auf den, unweit der Tanzfläche platzierten Laptop mit der Musikauswahl richtet und daraufzugleitet. Die Spannung wächst: was wird der knallharte Ghettoboy der Menge vorwerfen? Wu-Tang oder doch nur irgendein Milchbrötchen (eng.: stupid white guy), das Dr. Dre beim Frisör gecastet hat?. Endlich hat sich "Homie" entschieden!

Unser wackeres Grüppchen bricht stumpf zusammen als die Lautsprecher beginnen "YMCA" zu dudeln. Hier legen "Homie and his Bitch" eine Sohle aufs Parkett. Was eigentlich heissen muss, das "his bitch" mittels Tiefe des Ausschnittes und vermehrter Vertikalbewegung seine Aufmerksamkeit bannt, während wir Nummerntafeln hochhalten um seine minimaltänzerische Leistung zu bewerten.

Den Rest gibt unseren Zwerchfellen die Tatsache, dass Homie kurze Zeit später in leichter Desorientierung zielsicher auf die mit "D" beschriftete Bedürfnisanstalt zusteuert und ungefähr eine Sekunde nach Betreten derselben von zwei resoluten Mittfünfzigerinnen wieder hinauskomplimentiert wird.

Dabei war sein Ansatz nach allem, was er so gezeigt hat doch eigentlich richtig: "D" wie "DA HOOD!".

Donnerstag, 3. August 2006

DIe Provinz, der Dicke Mann und das Internet ...

Da sitze ich nun am ersten Abend, an dem mein Internet wieder funktioniert in der Provinz und denke mir, dass ich nun langsam wieder mal ein Lebenszeichen senden sollte.
Der dicke mann lebt!
Die Kartons sind zu 95% ausgepackt, die Möbel sind aufgestellt und ich plane für morgen nachmittag einen ersten Mähanschlag gegen den mir zugedachten Rasen.

Mittlerweile habe ich drei Listen:
-TD (To Do) in nächster Zeit zu erledigen
- TBD (To Be Done) ... irgend wann mal ...
- NTH (Nice to have) ... vielleicht irgendwann mal..:)


Endlich wieder Internet ... wenigstens eine Verbindung in die Zivilisation...:)

Munter bleiben!!